Selbsthilfegruppen

 

Hier bekommst du einen Überblick über alle derzeit bestehenden BOA-Selbsthilfegruppen.

BOA bietet:

Du bist in unseren Gruppen herzlich willkommen.

 

Allgemeine Informationen:

Unter dem Dach von BOA e.V. gibt es momentan elf wöchentlich tagende Selbsthilfegruppen für Menschen mit Suchtproblemen. Sieben davon in den Räumen der Ambulanten Suchtberatung Pankow (vista gGmbH), Erich-Weinert-Straße 145, 10409 Berlin.

Seit 2011 bestehen zwei weitere Gruppen in Berlin-Mitte, Ambulante Suchtberatung Mitte, Stromstraße 47, 10551 Berlin und in Wandlitz, in den Räumen der AWO-Wandlitz, Prenzlauer Chaussee 155, 16348 Wandlitz.

Die Mehrzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind Menschen mit einer Abhängigkeitsproblematik im Bereich Alkohol. Es gibt inzwischen einen steigenden Anteil von Menschen mit Suchtproblemen in den Bereichen Medikamente und insbesondere Drogen.

 

Die Gruppen haben sich folgende Regeln gegeben:

  • „Wir sind Dialoggruppen. Jeder kann sprechen und fragen. Jeder kann angesprochen werden, jeder kann dabei auch „Stopp“ sagen. Jeder kann aber auch nur still zuhören. Die Gruppe wird von einem selber Betroffenen moderiert und begleitet.
  • Wir leben abstinent. Wer in die Gruppe kommt, soll den Entschluss gefasst haben, mit seiner Sucht zu brechen – oder ihn bereits umgesetzt haben.
  • Wer neu in die Gruppe kommt, muss an diesem Tag nüchtern sein. Später ist eine grundsätzliche Nüchternheit Voraussetzung für den Besuch, d.h. wir wollen auch keinen Beikonsum (mit der einen Sucht aufgehört, aber die andere, vermeintlich minderschwere weiterpflegen).
  • In der im Dezember 2012 gegründeten Freitagsgruppe für Konsumenten illegaler Drogen wird gelegentlicher Alkoholkonsum toleriert, wobei allerdings sehr darauf geachtet wird, dass es dabei nicht zu einer „Suchtverlagerung“ kommt.
  • Ein Rückfall ist kein Grund, nicht mehr in die Gruppe zu kommen, wenn der Entschluss, drogenfrei zu leben, neu gefasst ist.
  • Wir sprechen offen über unsere Probleme. Offenheit setzt Ehrlichkeit voraus.
  • Die Gruppe ist ein geschützter Raum. Was gesprochen und gehört wird, insbesondere an persönlichen Dingen, bleibt in diesem Kreis und wird nicht „nach Draußen getragen“.
  • Wir wollen den Austausch von Erfahrungen und das Gespräch über unsere Probleme unter Menschen, die alle selber davon betroffen sind. Die Selbsthilfegruppe bietet jedem die Möglichkeit, aus seiner Isolation heraus zu kommen und Unterstützung zu finden.

 

Zum Selbstverständnis: Wozu eigentlich Selbsthilfegruppe?

“Beim Weg aus der Sucht ist es mit dem Entschluss allein noch nicht getan. Wenn denn der Entschluss schon wirklich hammerhart steht.

Es gibt keinen festen Lehrplan, der den sicheren Erfolg in einer festen Zeit garantiert. Die Wege aus der Sucht sind höchst unterschiedlich und alle können zum Ziel führen. Die ewige Sicherheit gibt es allerdings auch dort nicht.

Der Weg aus der Sucht ist ein sehr persönlicher und individueller. Allerdings gibt es dabei auch viele Gemeinsamkeiten.

Der Weg aus der Sucht ist für den Betroffenen auf alle Fälle ein neuer und unbekannter Weg. Jeder geht ihn für sich. Es hilft aber, ihn nicht ganz allein gehen zu müssen. Es hilft zu sehen, dass es anderen ähnlich geht, zu spüren, dass man nicht der einzige ist, der unterwegs ist. Es hilft zu erfahren, wie es andere machen.

Es hilft, über seine Probleme sprechen zu können. Es hilft, gehört und dabei ernst genommen zu werden. Es sind nicht allein die Anregungen, die übernommen werden können, es sind vor allem die Gedanken, die durch die Gespräche in der Gruppe im eigenen Kopf entstehen und sich lösen.

Es hilft einem leichter über die Woche zu wissen, dass man diese Gruppe wieder besuchen wird.

Ich helfe mir selbst, ich suche mir die Hilfe, deshalb hilft mir der Besuch einer Selbsthilfegruppe.”

(Bernhard)